Deutschland in 5 Tagen

Zu zweit von Basel nach Harsefeld/Kutenholz

Gestern, am Freitag den 22. Mai, gegen 23:30 Uhr, endete die RSCH-Deutschlandtour 2009, die am Montag den 18. Mai, um 6:50 Uhr, am Badischen Bahnhof in Basel (Deutscher Bahnhof auf Schweizer Boden) begonnen hatte.

Wir erreichten die 5 Etappenziele planmäßig:

1. Tag : Freudenstadt (190km, 2.045hm, 10 Stunden und 20 Minuten reine Fahrzeit)
1. Tag
im Wiesental , Basel Badischer Bahnhof , in Feldberg

2. Tag : Eberbach (159km, 982hm, 7:25),
2. Tag
- , Mittag in Pforzheim , Tragepassage

3. Tag : Gersfeld Rhön (190km, 2.080hm, 9:37),
3.Tag
Heiligkreuz , im Wald vor Heiligkreuz , Main vor Gemünden

4. Tag : Einbeck (218km, 1.335hm, 9:25) und
4.Tag
Räsa , Wasserkuppe , Lindewerra an der Werra

5. Tag : Harsefeld (247km, 710hm, 11:55)
5.Tag
Skulpturenweg zwischen Bad Gandersheim und Kloster Lamspringe , Mittellandkanal , Sandweg vor Lünzen

Das macht in Summe 1.004km, 7.152hm und 48:42 im Sattel in fünf Tagen mit Trekkingrad und Gepäck.

Es ging über Land-. Kreis- und Bundesstraßen sowie befestige und unbefestigte Wirtschafts- und Fahrradwege. Eine solch lange unbekannte Strecke lässt sich nicht präzise planen. Ich zeichnete die Route grob mit Google Maps vor, importierte sie nach GPSies und übertrug sie auf ADFC-Radkarten. Gefahren sind wir dann nach Karte und den örtlichen Gegebenheiten, wie (Radweg-)Beschilderung und Fahrbahnbeschaffenheit. Mit unseren GPS-Empfängern zeichneten wir die Strecken lediglich auf. Ich staune darüber, wie stark die Höhenmeterangaben bei GPSies von denen mit einem Polar CS600-Fahrradcomputer gemessenen abweichen, z.B. bei der ersten Etappe: GPSies 3188hm versus CS600 2045hm. Stimmt nun das eine oder das andere oder liegt der Wert irgendwo dazwischen?

Ein wenig regnete es in Höhe von Nörten-Hardenberg/Northeim (Regenjacken waren nicht erforderlich) und zwischen Ostenholz und Bad Fallingbostel etwas mehr.
Vor Scheeßel goss es wie aus Eimern, so dass wir laut lachen mussten. Echt wahr! So unwirklich kam es uns vor, bei solch einem Wolkenbruch zu radeln und so glücklich waren wir, dass es erst hier, auf der letzten Etappe wenige Kilometer vor zu Hause geschah. Wir froren nicht und die Klamotten mussten nicht mehr trocknen, sondern nur noch in die Waschmaschine. Was für ein Glück.

Wir hatten nicht eine Panne! Ich fuhr Continental Contact mit „Safety System“ und Jens die ebenfalls unplattbaren Schwalbe Marathon plus. Es hat sich etwas getan auf dem Reifenmarkt.

Im Grunde war nur das Sitzen ein Problem. Nach dem zweiten Tag schmerzte mein Hintern abends nicht mehr als morgens. Aua. Mit alle paar hundert Meter kurz aus dem Sattel und im Stehen treten, ging es.

Ein Glücksfall ist es auch, dass Jens und ich wieder so gut miteinader klar kamen. Wir machen etwas ab und halten uns dran. Aufstehen, Morgentoilette, Frühstücken und pünktlich fertig – und Abfahrt. Abends ähnlich: Duschen, Beine vertreten, Essen, Biertrinken, Gute Nacht. Na. Und auch beim Fahren passte es. Jens ertrug mit Fassung, dass ich oft „Sicherheitsabstand“ hielt.

Das war eine tolle Tour: Fahrradfahren den ganzen Tag, sportlich anspruchsvoll, durch wunderschöne Landschaften und Orte, die teilweise aussahen, wie aus dem Eisenbahnmodellbaukasten und das ganze bei geradezu idealem Wetter.
Davon werde ich noch lange zehren.

Hier findest Du mehr Fotos von der Tour.

Gruß
Ralf